Viertakt: "Die letzten Modelle aus Zwickau"

 
Limousine Trabant T 1.1

img001big Der PKW Trabant T 1.1 mit VW-Motor, Meisterleistung, Sensation oder Irrwitz? Es war eine Meisterleistung wie Fahrwerk, Getriebe und Karosserie vom P 601 an den bedeutend leistungsstärkeren Vierzylinder-Viertakt-Motor von VW angepasst wurden. Hierbei mussten bei der Karosserie mehr als die Hälfte aller Bauteile verändert werden. Die Erhaltung des äußeren Erscheinungsbildes bei der Fahrzeugbeplankung ist hierbei eine echte Sensation.

Der Irrwitz ist sicherlich der Kostenaufwand um die Optik beizubehalten, anstatt gleich eine neue Karosserie zu entwickeln. Dies wäre den Automobilbauern von Sachsenring garantiert gelungen. Irrwitz!(?) Vielleicht wurde der "Spar-VW" aber auch, aufgrund der ohnehin sehr schwierigen Lage bei Karosserie-Ersatzteilen, bewusst in Anlehnung an die 601er-Baureihe konzipiert.

(Bild links: Limousine Trabant T 1.1. Foto: privat)

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Kombiwagen Trabant T 1.1 "Universal"

img002big Die Kombiversion, der Universal. Mit 1.400 Litern lässt sich schon einiges wegschaffen. Wann brauchen Sie schon einen 60-Tonner?

Die Trabant-Kombiwagen, sprich "Universal" waren mit ihrem Nutzlast- und Fassungsvermögen (P 601 Nutzmasse 390 kg / T 1.1 Nutzmasse 385 kg, fast identisch) im weltweiten Kleinwagensegment immer schon mit an der Spitze, wenn nicht gar ganz oben einzuordnen.

Dieser Vorteil galt auch noch lange nach 1990. Vielleicht sogar jetzt noch.

(Bild rechts: Kombiwagen Trabant T 1.1 "Universal". Foto: privat)

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Kübelwagen Trabant T 1.1 "Tramp"

img003big Trabant Tramp 1.1!
Der Freizeitspaß der 90er Jahre.
Mit der Nase im Wind.
Freizeit, Freunde und sich die Freiheit nehmen, einen Tramp zu fahren.
Mit welchem Auto kann man schon solche Freundschaften schließen?
Nicht jeden Tag scheint die Sonne.
Für Leute, die das Ausgefallenen lieben.
Machen Sie Ihr Hobby vollkommen!

(Prospektauszug: Sachsenring Automobilwerke Zwickau, 1990. Bild links: Kübelwagen Trabant T 1.1 "Tramp". Foto: privat.)

Kübelwagen Trabant T 1.1 "Armee" - keine Serienfertigung

img004big Äußerlich unterscheidet sich der militärische Kübelwagen zum zivilen Kübelwagen "Tramp" kaum. Der armeegrüne Farbanstrich und wenige Ausstattungsteile, wie zum Beispiel die Abdeckungen für Tarnlicht, die Halterungen von Funkantenne, Nachrichtengerät und Waffe bringen den besonderen Unterschied.

Einige Fahrzeuge der ehemaligen DDR-Grenztruppen wurden nach der Wiedervereinigung durch den BGS (Bundesgrenzschutz, der heutigen Bundespolizei) übernommen. Die Anzahl und Nutzungsdauer dieser Fahrzeuge dürfte anhand der Zulassungsstatistiken des KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) zu erfahren sein.

(Bild rechts: Kübelwagen Trabant T 1.1 "Armee". Foto: privat)

Kübelwagen Caro-Tramp 110 - keine Serienfertigung

img006big Eine Legende hebt ab! Der berühmte "Trabi" - jetzt mit peppigem Funcar-Design und ganz neuer Technologie. Ein Riesen-Fahrspaß für Sommer, Sonne, Freizeit, Abenteuer. Für alle, die jung - oder jung geblieben - sind.

Hand drauf: So ein lustig-freches Ergebnis deutsch/deutscher Zusammenarbeit haben Sie auf unseren Straßen noch nicht gesehen. Und der Preis ist der größte Hit: ab 12.980 Mark!

(Prospektauszug: Sachsenring Automobilwerke Zwickau GmbH 1991. Bild links: Kübelwagen Caro-Tramp 110. Foto: privat)

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Lastwagen Trabant T 1.1 "Pick-Up" - keine Serienfertigung

img005big Hab meinen Wagen vollgeladen. Der kleine mit den großen Möglichkeiten.

Bei einer Nutzmasse von 395 kg, zum Vergleich mit dem Nutzvolumen zum Universal von "nur" 1.400 Litern, ist der Pick-up "mega-mehr". Das Ladungsvolumen darf in die Höhe wachsen (lt. gültiger StVO), die Menge klingt fantastisch.

Dieses Fahrzeug ist nicht nur für die Landwirtschaft zu gebrauchen, schließlich hat es auch ein praktisches Verdeck für "trockene" Transporte. Eine Serienproduktion dieses kleinen Lastwagens kam nicht mehr zum Laufen.

(Bild rechts: Lastwagen Trabant T 1.1 "Pick-Up". Foto: privat)

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Kombiwagen Trabant T 1.1 "Universal/The Last Edition 444"

img007big Die Sachsenring Automobiltechnik GmbH verkaufte 1995 die letzten Kombiwagen Trabant - Vollausstattung, Kunstledersitze, Radio/Kassettengerät mit Einbaulautsprechern und ein exklusiver Hinweis mit persönlicher Gravur machten diesen Universal zum erkennbaren Unikat.

Über 400 Fahrzeuge aus einem Reimport wurden umfassend restauriert und für betuchte Sammler als "The Last Edition 444" zum Kauf angeboten. Kaufwillige Interessenten waren damals ziemlich rar, so wurden diese Trabis zum Schluss mit Hilfe der Marktkette "Allkauf" für unter 10.000 DM regelrecht verramscht.

(Bild links: Kombiwagen Trabant T 1.1 "Universal/The Last Edition 444". Foto: privat)

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Zeitraum der Serienfertigung (einschließlich Vorserie)

img008big Im Zeitraum von 1988-1991 wurden insgesamt nur 38.865 Viertakt-Trabant vom Typ T 1.1 gefertigt. In der genannten Gesamtstückzahl sind alle Ausführungsarten (Limousine, Kombiwagen, Kübelwagen und Lastwagen) enthalten.

Einige Ausführungen des 1.1ers sind schon aufgrund ihrer teilweise sehr geringen Fertigungszahlen für Sammler fast unerreichbar geworden. Die Modelle Kübelwagen Caro-Tramp 110 und Kombiwagen Trabant T 1.1 "Universal/The Last Edition 444" sind faktisch vom Markt verschwunden.

(Bild rechts: Der allerletzte Trabant, ein Kombiwagen Trabant T 1.1 "Universal" mit der Fertigungsnummer "3.096.099" vom 30. April 1991 ist jetzt ein Ausstellungsstück im August-Horch-Museum Zwickau. Foto: AHM Zwickau)

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(Quellen: Historisches Prospektmaterial des ehemaligen Zwickauer Automobilherstellers Sachsenring. Achtung! Alle Angaben sind ohne Gewähr! Für Fehler und den aus deren Nutzung resultierenden Schäden übernehmen wir keine Haftung. Die kommerzielle Nutzung ist ausdrücklich untersagt.)


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